Apple: Margensorgen trotz starker iPhone-Verkäufe
Apple hat im Schlussquartal seines Geschäftsjahres 2025/26 neue Rekorde erzielt und die Markterwartungen übertroffen. Dennoch gab die Aktie nach den Zahlen nach. Die Anleger sorgen sich um die künftige Profitabilität.
DZB
04.11.2026 · 12:23 Uhr
Der iPhone-Hersteller steigerte den Umsatz um 12 Prozent auf 114,5 Mrd. Dollar, der Gewinn je Aktie kletterte sogar um 14 Prozent auf 2,10 Dollar. Beide Werte lagen über dem Konsens. Besonders stark liefen iPhones (+17 Prozent auf 57,6 Mrd. Dollar) und Macs (+24 Prozent). Die Erlöse mit Dienstleistungen wie App Store und Cloud-Angeboten erreichten mit 31,6 Mrd. Dollar ebenfalls einen Rekord, wuchsen aber nur noch um knapp 10 Prozent.
Für das wichtige Weihnachtsquartal stellt Apple eine Bruttomarge von 45 bis 46 Prozent in Aussicht, nach 47,9 Prozent im abgelaufenen Quartal (inklusive positiven Effekten von rund einem Prozentpunkt aus Zollerstattungen). Steigende Speicherchippreise und die Einführung neuer KI-Funktionen für Siri erhöhen die Kosten des Unternehmens. Auch das Wachstum im margenstarken Servicegeschäft soll weiter auf 8 bis 9 Prozent sinken. Die Aktie verlor daraufhin am Dienstag knapp 2 Prozent an Wert, hatte sich nach einem noch schwächeren Start im Handelsverlauf aber schon wieder deutlich erholen können.
Die Analysten sehen größtenteils noch Potenzial, äußern zunehmend aber auch Bedenken. Das könnte daran liegen, dass die Aktie mit einem 12-Month-Forward-KGV von rund 35 nahe ihren höchsten Bewertungen der vergangenen zehn Jahre notiert. Morgan Stanley warnt vor einer anhaltenden Abkühlung im Servicegeschäft und senkte das Kursziel auf 350 Dollar. Evercore ISI bestätigte 380 Dollar, verlangt für weitere Kursgewinne aber mehr Klarheit über die Margen. Die UBS blieb trotz Zielanhebung auf 340 Dollar bei dem Votum „Neutral“.
Für den Fall, dass die Kursrally bei Apple in den kommenden Monaten ins Stocken gerät, sind Discounter eine sinnvolle Alternative. Bei der heutigen Marktidee haben wir uns für ein Zertifikat der BNP Paribas entschieden, dessen Cap mit 270 Dollar in einem charttechnischen Unterstützungsbereich liegt und der Aktie einen Rücksetzer von bis zu 19 Prozent erlaubt, ohne den maximalen Ertrag zu gefährden. Notiert Apple Mitte Dezember 2027 mindestens auf diesem Niveau, winkt bei unverändertem EUR/USD-Kurs ein Ertrag von 9,7 Prozent bzw. 8,7 Prozent p.a. (PJ6WZN).
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