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SAP muss die Kursrallye heute mit Zahlen unterfüttern

Bei SAP sind die Erwartungen vor den heute Abend anstehenden Q3-Zahlen deutlich gestiegen. Die Aktie hat seit Ende Juli kräftig zugelegt und einen großen Teil der vorherigen Verluste aufgeholt. Jetzt muss der Softwarekonzern zeigen, dass auch die operative Entwicklung mit dem Kurs Schritt hält.

DZB

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21.10.2026 · 14:24 Uhr

Analysten rechnen im dritten Quartal mit 10,1 Mrd. Euro Umsatz und 2,94 Mrd. Euro bereinigtem operativen Gewinn. Besonders wichtig dürfte die Profitabilität werden: Die Marge soll auf 29,0 Prozent steigen, nachdem sie im Q2 mit 27,8 Prozent enttäuscht hatte. Beim Cloud-Auftragsbestand wird dagegen mit einer leichten Wachstumsverlangsamung auf rund 24 bis 25 Prozent gerechnet. Für zusätzliche Impulse könnte SAP sorgen, wenn der Konzern konkreter zeigt, wie sich die steigende Nutzung seiner KI-Angebote in zusätzliche Erlöse übersetzen lässt.

Die Aktie ist seit den Q2-Zahlen um mehr als 50 Prozent gestiegen und notiert inzwischen wieder über 200 Euro. Damit ist rund die Hälfte der vorherigen Kursverluste aufgeholt. Die Einschätzungen der Analysten gehen weit auseinander. Die Bank of America sieht mit einem Kursziel von 226 Euro noch Luft nach oben, Berenberg kommt auf 205 Euro. Die UBS liegt mit 201 Euro nahe am aktuellen Kurs, JPMorgan mit 175 Euro deutlich darunter. Nach der starken Erholung dürfte daher weniger ein einzelner Umsatzwert als vielmehr die Frage entscheiden, ob SAP bei Marge, Cloud-Wachstum und Ausblick genügend Argumente für die höhere Bewertung liefert.

Dank der jüngsten Rallye hat sich auch das nach den Q2-Zahlen hier vorgestellte Capped Bonuszertifikat der BNP Paribas auf SAP prächtig entwickelt. In weniger als drei Monaten ist der Kurs um 28 Prozent gestiegen. Der Risikopuffer zur Barriere von 125 Euro beträgt damit jetzt fast 40 Prozent (PK8J8Z). Auf dem erhöhten Niveau könnten sich für Neuinvestments Discountzertifikate lohnen. Bei dem ausgewählten Discounter von HSBC liegt der Cap von 175 Euro im Bereich einer charttechnischen Unterstützung und gut 14 Prozent unter dem aktuellen Aktienkurs. Sollte SAP am Bewertungstag im Januar 2028 nicht darunter notieren, wird das Zertifikat mit einem Gewinn von 13,5 Prozent (10,6 Prozent p.a.) fällig. Ansonsten erfolgt die Einbuchung von SAP-Aktien ins Wertpapierdepot (HF0VTT).

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