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Freundlicher Ausblick auf die Konjunktur
LBBW
07.09.2026 · 09:00 Uhr
Auftragszuwachs setzt sich im Juli fort
Deutschlands Konjunkturdaten überraschen weiter auf der Oberseite. Im Verarbeitenden Gewerbe haben die Neuaufträge im Juli saison- und kalenderbereinigt um 2,5 % zum Vormonat zugelegt. Ohne Großaufträge war der Auftragseingang um 1,4 % niedriger als im Vormonat. Der Wert für den Juni wurde von +3,1 % auf +3,7 % revidiert. Die Großaufträge dürften nicht zuletzt der Rüstungsindustrie zugutekommen. Destatis verweist auf die Großaufträge für den sonstigen Fahrzeugbau, für den es um über 120 % aufwärts ging. Da kann und muss man von einer Sonderkonjunktur sprechen. In anderen Bereichen wie der Automobilbranche sah es hingegen deutlich schlechter aus. Insofern ist das Gesamtbild für den Berichtsmonat Juli nicht ganz so glänzend, wie es auf den ersten Blick aussieht. Dennoch zeigt sich mit diesen Zahlen, dass das Konjunkturtief zunächst überwunden scheint. Reihum wurden in der Vorwoche die BIP-Prognosen für 2026 und 2027 für Deutschland angehoben. Es ist schon eine Weile her, dass die deutsche Konjunktur so viele positive Schlagzeilen schrieb.
US-Arbeitsmarkt mit starkem August
Das US-Arbeitsministerium hatte am Freitag seinen Arbeitsmarktbericht für August 2026 veröffentlicht. Demnach hat die US-Wirtschaft im abgelaufenen Monat im Saldo 162 Tausend Stellen aufgebaut. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,1 %, das niedrigste Niveau seit Frühsommer 2025. Das Pendel schlug damit wieder in die Gegenrichtung aus: Nach der Enttäuschung vom Juli, überzeugt der Arbeitsmarktbericht für August mit einem Stellenplus, nebst Aufwärtsrevision für die Vormonate. Die US-Notenbank muss nicht befürchten, dass der Arbeitsmarkt in eine Krise rutscht. Die Währungshüter können sich geldpolitisch voll auf die Inflation konzentrieren. Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinsanhebung auf der anstehenden Fed-Sitzung am 16. September ist damit ein wenig gestiegen. Das Zünglein an der Waage dürften die Konsumentenpreisdaten für August sein, die am Freitag dieser Woche veröffentlicht werden.
Zahlen des Tages
Der Tag wird heute eingeläutet mit den Daten zur deutschen Industrieproduktion. Es dürfte für ein kleines Plus reichen. Aus dem Euroraum werden Daten für das BIP im zweiten Quartal erwartet. Es wird mit einem Zuwachs um 0,4 % gerechnet. Dies ist die zweite Schätzung, und normalerweise sollte das kein Aufreger sein. Aber in den letzten Quartalen sorgte das kleine Irland für große Bewegung. Sondereffekte der Pharmabranche hatten für hohe Schwankungen gesorgt. Irgendwann sollte es sich ausgeschwankt haben, aber die erste Schätzung für Irlands BIP im zweiten Quartal von +3,9 % zum Vorquartal zeigt, dass in den Zahlen durchaus Musik sein könnte. Im politischen Berlin ist heute Wundenlecken angesagt. Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt dürfte manchen Schmerz verursachen. Bereits am Freitag wurde zudem Bundesfinanzminister Lars Klingbeil abgewatscht. Der Bundesrechnungshof attestierte dem Bund angesichts der ungebremsten Kreditaufnahme "über seine Verhältnisse" zu leben und warnte vor dem Marsch in die Schuldenfalle.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |
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